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Titelcover der aktuelle Ausgabe 7/2026 – klicken Sie für eine größere Ansicht
Die Inhalte
der Zeitschrift
»Dienst am Wort«
Herausgeber
»Dienst am Wort – Gedanken zur Sonntagspredigt« – die Predigtzeitschrift für Pfarrer und alle im Dienst der Verkündigung Stehenden. Sie enthält für jeden Sonn- und Feiertag ausgearbeitete Predigten zu Lesung und Evangelium sowie Texte zu einzelnen Gottesdienstelementen.

Unsere aktuelle Ausgabe 7/2026 mit folgenden Beiträgen:
Einführung
Anton Seeberger


Liebe Leserinnen und Leser,

»Gott neu vermessen« – ist der Titel einer Paulus-Biographie, die von der emeritierten Erlanger Neutestamentlerin Oda Wischmeyer vorgelegt wurde. Den Titel finde ich verstörend, weil ich weder glauben noch denken kann, wir könnten Gott vermessen! Wir können ja das Geheimnis Gottes kaum ermessen! Aber das Buch gefällt mir, ich bin fast durch und lese es richtig gerne. Es ist der Versuch einer Biographie des Paulus, rekonstruiert aus den biblischen Quellen der Apostelgeschichte und der Briefe, aber auch aus der ganzen Fülle dessen, was man von der Zeit, von den politischen Umständen, von der zeitgenössischen jüdischen Theologie, von den Lebensgewohnheiten und Reisemöglichkeiten, vom philosophischen Denken, von gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnissen und von vielem mehr weiß. Aus dieser Rekonstruktion tritt mir eine Figur entgegen, die grundlegender für meinen Glauben, mein Denken, meine Verkündigung ist als ich selbst es wusste und dachte!


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Leseprobe 1
30. Sonntag im Jahrkreis
Christoph Böttigheimer
Worauf es ankommt
Lesejahr A
 
Beitrag zum Evangelium

Einführung

»Liebe, und was du willst, das tu!« sagte der große Kirchenlehrer Augustinus. Das ist kein Freibrief für Willkür, denn Augustinus gibt unmissverständlich zu verstehen, worauf es ankommt: auf die Liebe. Sie ist die Bedingung für den rechten Willen und das rechte Tun. Fällt die Liebe aus, greift der Egoismus um sich. Von Gottes Liebe wollen wir uns in dieser Feier anrühren lassen; ihm wollen wir uns anvertrauen mit allem, was zu uns gehört, auch mit unseren Lieblosigkeiten.


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Leseprobe 2
Allerheiligen
Sabine Schratz
Glaubens-Wege
Lesejahr A – B – C
 
Beitrag zur Lesung

Einführung

Einmal im Jahr machen wir uns in besonderer Weise bewusst, dass die Kirche zeitlos ist. Das hat nichts mit Stil oder gutem Geschmack zu tun, sondern mit der Grundüberzeugung unseres Glaubens, dass alle Menschen für immer in Gottes Hand aufgehoben sind. Am Fest Allerheiligen feiern wir die Kirche als Gemeinschaft der Heiligen: der lebenden und der toten, der großen und der kleinen, der offenen und der verborgenen, der offensichtlichen und derer, die noch auf dem Wege dahin sind. Allen ist gemeinsam, dass sie sich auf die Botschaft des Lebens und des Heils eingelassen haben, zu der uns Christus einlädt.


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Leseprobe 3
Christkönigssonntag
Wolfgang Tripp
Bin ich Gott etwas schuldig?
Lesejahr A
 
Beitrag zum Evangelium

Einführung

»Die Kirche hatte ja immer schon ihre eigenen Spielregeln!«, war der Schlusssatz in einer Diskussionsrunde, in der es mal wieder um die Gepflogenheiten und Eigenheiten unserer Kirche ging.

Eine dieser Besonderheiten ist der heutige Sonntag. Mit ihm endet das Kirchenjahr. Das neue beginnt nächsten Sonntag mit dem ersten Sonntag in der Adventszeit. Auch schon wieder.

Und dieser heutige Sonntag trägt den Titel »Christkönigssonntag«. 1925 von Papst Pius XI. eingeführt als bewusste Reaktion auf erstarkenden Faschismus, Kommunismus und Säkularismus. Die Herrschaft über Mensch und Welt liegt bei Gott und nicht bei weltlichen Mächten und Mächtigen. So die inhaltliche Füllung dieses Festes. Und die Krönung dieser Herrschaftsausübung liegt im Gericht und im Richterspruch des mit dieser göttlichen Vollmacht ausgestatteten Christus über die Völker, wie die Überschrift zum heutigen Evangelium heißt.


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